B1 reading: Pia furnishes her first flat for three hundred euros and inherits a stranger's stories with every table. Practise relative pronouns and the genitive.
Als Pia ihre erste eigene Wohnung bekam, hatte sie dreihundert Euro für Möbel. Neu kaufen war unmöglich, also suchte sie in Kleinanzeigen, auf Flohmärkten und in einem Sozialkaufhaus am Rand der Stadt. Am Ende stand in ihrer Wohnung kein einziges Möbelstück, das sie neu gekauft hatte.
Der Tisch, an dem sie heute arbeitet, stand vorher fünfzehn Jahre in der Küche eines Ehepaars, das nach Spanien zog. Das Regal, dessen Farbe eigentlich nicht zu ihren Wänden passt, stammt von einem Studenten, der es selbst gebaut hatte. Trotz des Alters ist nichts davon kaputt.
„Das Schönste ist nicht der Preis“, sagt Pia. „Das Schönste sind die Geschichten.“ Wegen des Sofas verbrachte sie einen ganzen Nachmittag bei einer alten Dame, die ihr Kaffee anbot und von ihrer Hochzeit erzählte.
Natürlich hat gebrauchtes Wohnen auch Nachteile. Man muss warten, bis das Richtige kommt, und man braucht ein Auto oder gute Freunde. Aber Pia sagt: „Alles, was ich besitze, hat schon einmal jemandem gehört. Das finde ich nicht arm, sondern voll.“
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