An einem Dienstag im Oktober fiel in unserer Straße das Internet aus. Zuerst dachte jeder, es sei nur die eigene Wohnung. Doch dann standen immer mehr Leute ratlos vor der Tür, das Handy in der Hand, das plötzlich zu nichts mehr nütze war.
Herr Abadi, der seit zwanzig Jahren im Erdgeschoss wohnt und den kaum jemand kannte, holte einen alten Radioapparat heraus. Eine Nachbarin brachte Kekse. Die Kinder, die sonst nur auf ihre Bildschirme starrten, spielten auf einmal Fangen zwischen den geparkten Autos.
Als die Techniker am Abend das Kabel reparierten, waren viele fast ein bisschen enttäuscht. „Wir sollten das öfter machen“, sagte jemand — „einfach den Stecker ziehen.“ Alle lachten. Aber am nächsten Tag waren wir wieder online, und die Straße war so still wie immer.